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Nr. 3 I März 2026
Diversity-Newsletter Erlangen

Zusammenhalt in Vielfalt

Guten Tag,

in unserem letzten Newsletter zum 10-jährigen Jubiläum des Büros für Chancengleichheit und Vielfalt / Internationale Beziehungen möchten wir mit Ihnen ein Stück weit in die Zukunft blicken. Woran wollen wir in diesem und in den kommenden Jahren weiterarbeiten? 

Sind Vielfalt und Zusammenhalt Gegensätze? Wer den Diskurs in vielen Medien über die letzten Jahre verfolgt hat, könnte diesen Eindruck gewinnen. Für eine vielfältige Gesellschaft erscheint dann als Beitrag zur Spaltung und Polarisierung. Die Debatte um sogenannte Identitätspolitik oder Kulturkämpfe wurde oft laut und hart geführt. In einer Welt, die sich so schnell wandelt, werden Veränderungen unserer Sicht und unseres Handelns als „zu viel“ abgelehnt.

Doch was würde ein Zusammenhalt ohne Vielfalt bedeuten? Machbar ist das nur durch den Vorrang bestimmter Gruppen gegenüber anderen. Und Vielfalt ohne Zusammenhalt? Das wäre eine fragmentierte Gesellschaft, in der Unterschiede uns definieren und Gemeinsamkeiten und Kompromisse schwer zu finden sind.

Zusammenhalt in Vielfalt bedeutet dagegen, mit Offenheit nach Verbindungen zu suchen, auch wenn wir Unterschiede sehen, und dennoch einen gemeinsamen Weg zu finden – und zwar nicht unabhängig von Alter, Herkunft, geschlechtlicher Identität oder anderen Merkmalen, sondern gerade mit diesen vielfältigen Perspektiven und Lebenssituationen.

Im Büro für Chancengleichheit und Vielfalt / Internationale Beziehungen wollen wir genau diesen Zusammenhalt in Vielfalt weiter stärken. Dazu bauen wir Brücken zwischen den vielfältigen Bedarfen in unserer Stadtgesellschaft, unseren Partnerstädten und der Stadtverwaltung. Unsere Rolle sehen wir heute wie in Zukunft als Vermittler*innen und Übersetzer*innen, die nach Wegen suchen, um die gleichberechtigte Teilhabe aller zu erreichen. Gruppeninteressen können dabei nicht unmittelbar in Verwaltungshandeln umgesetzt werden: Den Weg dahin mit allen Beteiligten zu suchen und zu gemeinsam gehen, sehen wir als unsere Aufgabe.

Auch in Zukunft freuen wir uns, mit Ihnen allen weiter an einer Stadtverwaltung und Stadtgesellschaft zu arbeiten, die in Vielfalt zusammenhält!

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
das Büro für Chancengleichheit und Vielfalt / Internationale Beziehungen


Charta der Gleichstellung: Bekenntnis und Aktionsplan


Die Stadt Erlangen ist am 27. November 2025 offiziell der der Europäischen Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene beigetreten. Diese wurde 2006 vom Rat der Gemeinden und Regionen Europas entwickelt und unterstützt Städte und Gemeinden dabei, Gleichstellungspolitik verbindlich und systematisch in allen Bereichen umzusetzen.

Die Stadt verpflichtet sich damit, Gleichstellung als Grundrecht zu fördern, Diskriminierung abzubauen, Geschlechterstereotype zu überwinden und die gleichberechtigte Teilhabe aller Geschlechter in allen kommunalen Bereichen zu beachten. Die Gleichstellungsarbeit wird so als verbindliche Querschnittsaufgabe in Verwaltung, Politik und Stadtgesellschaft verankert.

Der nächste wichtige Schritt ist die Erstellung eines Aktionsplans, der innerhalb von zwei Jahren nach Beitritt erarbeitet werden soll.

Dieser Aktionsplan wird in einem breiten Beteiligungsprozess mit verschiedenen Akteur*innen aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft entstehen. Die Ausarbeitung des Plans orientiert sich an zuvor ermittelte Bedarfe und wird schrittweise in Zusammenarbeit erfolgen.
Der zentrale Schwerpunkt ist der Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt, insbesondere häuslicher Gewalt gegen Frauen* und andere Betroffene. Ziel ist es, wirksame Maßnahmen zu entwickeln und bestehende Unterstützungsstrukturen besser zu vernetzen.

Sie möchten den Prozess aktiv mitgestalten? Dann bleiben Sie über den weiteren Prozess informiert und melden sich gerne auch für unseren Gleichstellungs-Newsletter an!
Wir freuen uns auf Ihre Ideen und Engagement!

Logo der Europäischen Charta der Gleichstellung

Ausländer- und Integrationsbeirat: Wahl 2026

Die Wahl des Ausländer- und Integrationsbeirats 2026 ist ein zentraler Moment für politische Teilhabe von Migranten*innen in Erlangen – gerade, weil über 5 Mio. Bürger*innen mit Migrationsgeschichte in Deutschland wegen ihrer Staatangehörigkeit nicht wählen dürfen. Wir wählen: Wer hier lebt, gehört dazu. Der Ausländer- und Integrationsbeirat (AIB) bringt seit 1974 Perspektiven von Menschen mit Migrationshintergrund in die Stadtpolitik ein und wirkt als gewähltes Gremium an Entscheidungen und Angeboten für Migrant*innen in Erlangen mit – z.B. die Anpassung der Arbeitsregelung der internationalen  Studierenden, der Beschluss vom Stadtrat, die Verwendung von N-Wort als rassistisch einzustufen und die Sicherstellung der Weiterführung der Sprachförderprogramme Deutsch-Offensive und Wi.L.D. an der vhs Erlangen.

Die AIB-Wahl 2026 bietet Bürger*innen mit Zuwanderungsgeschichte die Chance mit dem AIB die Erlanger Stadtgesellschaft zu verändern und zu verbessern. Damit Erlangen weiterhin offen aus Tradition bleibt- heute und in Zukunft.

Jetzt zählt Ihre Stimme: Mit Ihrer Online-Wahl vom 6. bis 27. Juli 2026 legen auch Sie die neuen AIB-Mitglieder für die Wahlperiode 2026-2032 fest. Oder engagieren Sie sich aktiv im Beirat und kandidieren Sie für den AIB! Bei Fragen wenden Sie sich gerne per E-Mail an ausländerbeirat@stadt.erlangen.de!

Erlangens Verantwortung in der Einen Welt

Erlangen unterhält Beziehungen zu 17 Kommunen weltweit: Innerhalb Europas von Rennes (Frankreich) über Bozen (Italien) bis nach Beşiktaş (Türkei) und global von San Carlos (Nicaragua) und Riverside (USA) bis nach Shenzhen (China).

Eine wichtige Leitlinie in der Partnerschaftsarbeit ist die von den Vereinten Nationen verabschiedete Agenda 2030 mit ihren 17 globalen Nachhaltigkeitszielen (SDGs), die weltweit ein menschenwürdiges Leben ermöglichen und die natürlichen Lebensgrundlagen bewahren sollen. Da diese globalen Herausforderungen kein Land und keine Kommune allein bewältigen kann, ist SDG 17 den Partnerschaften gewidmet, um diese Ziele miteinander zu erreichen. Die Halbzeitbilanz der Agenda 2030 fiel jedoch ernüchternd aus: Mit dem bisherigen Tempo wird bis 2030 keines der 17 Ziele vollständig erreicht. So gilt es, sich jetzt und in den kommenden Jahren konsequent im internationalen Miteinander für das Erreichen der Nachhaltigkeitszielen einzusetzen.

Erlangen arbeitet in seinen kommunalen Partnerschaften unter anderem an folgenden konkreten Projekten: eine Demokratiekonferenz der europäischen Partnerstädte Erlangens (SDG 16: Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen), ein gemeinsamer Förderantrag von Erlangen und Bkeftine zur Verbesserung der Wasserversorgung in der nordlibanesischen Kommune (SDG 6: Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen) und der Abschluss eines Projekts mit der kommunalen Gesundheitsversorgung San Carlos zur Verbesserung der medizinischen Versorgung in der nicaraguanischen Partnerstadt (SDG 3: Gesundheit und Wohlergehen).

Weitere Informationen zur Agenda 2030 unter 17ziele.de und über Erlangens Partnerschaftsarbeit hier!

Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung

Inklusion als Querschnittsaufgabe voranbringen

Inklusion war, ist und bleibt ein elementares Ziel einer vielfältigen Gesellschaft. Teilhabe am gesellschaftlichen Leben darf für Menschen mit Behinderung nicht an Barrieren scheitern.

Es ist also eben nicht nur „mal eben schnell“ mit einer Rampe erledigt. Sicherlich ist jede beseitigte Barriere ein Fortschritt. Aber Barrierefreiheit muss als gesamtgesellschaftliche Querschnittsaufgabe wahr- und ernstgenommen werden: Es benötigt vielfältige Maßnahmen von verschiedenen Stellen, um Barrieren abzubauen. Alle müssen mit anpacken: von öffentlichen Stellen (z.B. beim Bau öffentlicher Gebäude und dem Ausbau digitaler Barrierefreiheit), über die Privatwirtschaft (z.B. beim Thema Zugänglichkeit von Restaurants und Arztpraxen) bis hin zu uns als Einzelpersonen (z.B. wenn es darum geht, Fahrräder und E-Roller beim Abstellen nicht zur Stolperfalle für blinde und sehbehinderte Menschen werden zu lassen).

Und auch wenn schon einiges in Erlangen in Sachen Barrierefreiheit umgesetzt wurde (wie z.B. barrierefreie Ladestationen für E-Autos), so bleibt doch noch viel zu tun Bei dieser Daueraufgabe hilft die Inklusionsbeauftrage im Büro für Chancengleichheit und Vielfalt / Internationale Beziehungen auch in Zukunft: Zum einen berät sie all jene, die Teilhabe ermöglichen wollen, zum anderen unterstützt sie aber auch diejenigen, die teilhaben wollen, dies aufgrund von Barrieren aber nicht können. Wichtig bleibt hierbei die enge Zusammenarbeit mit den entsprechenden regionalen und überregionalen Interessenvertretungen aus dem Bereich der Behindertenrechtsbewegung.

Erlanger Erklärung für Vielfalt, Respekt und Toleranz

Im Oktober letzten Jahres war das "Go-live" der Erlanger Erklärung für Vielfalt, Respekt und Toleranz. Mittlerweile ist das Netzwerk auf über 80 unterzeichnende Organisationen aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft und öffentlichen Einrichtungen angewachsen.

Neben der Gewinnung weiterer Unterzeichnender wird diesen Sommer die nächste Vielfaltskonferenz stattfinden. Dabei soll die Arbeit im Netzwerk und der Austausch der Unterzeichnenden im Fokus stehen: Wie können wir innerhalb unserer Organisationen und im Lernen voneinander die Erlanger Erklärung "mit Leben füllen"?
Logo der Erlanger Erklärung

Veranstaltungstipps

Logo 8. März

Programm zum Internationalen Frauentag

Am 8. März ist Internationaler Frauentag und er wird in diesem Jahr bereits zum 115. Mal gefeiert! 
Deswegen gestalten Erlanger Initiativen, Institutionen und die Gleichstellungsstelle der Stadt Erlangen im Frauenmonat März jährlich ein abwechslungsreiches Programm

Bild Vielfaltskalender

Internationale Wochen gegen Rassismus

Vom 16. bis 29. März finden die Internationalen Wochen gegen Rassismus statt. 
Das abwechslungsreiche Programm finden Sie in Kürze online!

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Bürgermeister- und Presseamt: Büro für Chancengleichheit und Vielfalt
Florian Sperber
Rathausplatz 1
91052 Erlangen
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